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Ultimativer Geländegänger und schicke Reiselimousine

 Der neue VW Touareg ist eleganter, größer und intelligenter als der Vorgänger

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Volkswagen Touareg Front | Fotos: VW

Man kann so schnell auf der Autobahn unterwegs sein, dass nur wenige zum Überholen ansetzen. Doch zu diesen könnte ein Volkswagen gehören, der aussieht wie ein Geländegänger, aber trotzdem wie ein Sportwagen unterwegs ist: das Sports Utility Vehicle (SUV) Touareg, das im Juni in seiner dritten Generation auf den Markt kommt. Das Fahrzeug, das völlig neu entwickelt wurde und mit tatsächlich sehr sauberen Motoren ausgerüstet wird, feiert nach seiner Weltpremiere auf der Pekinger Messe „Auto China 2018“ im Juni seine Händlerpremiere und wird zu Preisen ab 60 675 Euro verkauft.

Es kommt mit dem modifizierten Familiengesicht und geschärften Konturen daher. Scheinwerfer und Kühlergrill verschmelzen zu einer Einheit. Die Seitenlinie des um 77 Millimeter verlängerten und sogar noch etwas flacher gehaltenen Fahrzeugs wirkt noch eleganter und nicht etwa wie die eines bulligen Schlammwühlers. Als Räder kommen mindestens 18-Zöller zum Einsatz. Die Karosserie ist wie beim Vorgänger selbst tragend, so dass das Fahrzeug hohen Straßen-Komfort bieten kann. Für die nötige Sicherheit im Gelände wurde die Karosserie in bestimmten Bereichen verstärkt. So ist es tatsächlich möglich, mit dem eleganten Touareg auch schwerstes Gelände zu bewältigen.

Damit dies gelingt, gehört natürlich auch der entsprechende Antrieb und ausgeklügelte Geländetechnik unter das Blechkleid. Zunächst bietet VW den Touareg ausschließlich mit einem 3,0-Liter-V6-Turbodiesel in den Leistungsstufen 170 kW/231 PS und 210 kW/286 PS an. Das sind sehr saubere Diesel, die der Abgasnorm EU 6D-temp genügen. Die Abgas-Reinigung von Stickoxiden übernimmt ein SCR-Kat. Dazu gibt es einen Ad-Blue-Tank, der 24 Liter der Harnstofflösung fasst. Im zwei Tonnen schweren Fahrzeug verbraucht der Basis-Selbstzünder nur 6,9 Liter Diesel  (nach NEFZ), und er geht ausgesprochen leise und kultiviert zu Werke.

Ein V6-Benziner mit 250 kW/340 PS sowie ein V8-Turbodiesel mit 310 kW/421 PS folgen später. Der 270 kW/367 PS starke Plug-in-Hybrid wird zunächst nur in China angeboten. Serienmäßig ist der Touareg, dem eine Anhängelast von 3,5 Tonnen erlaubt wird, mit Allradantrieb und Achtgang-Automatik ausgerüstet. Das Handling des Fahrzeugs ist mit Allradlenkung und einer Wankstabilisierung weiter verbessert worden.

Ganz neu kreiert ist der Innenraum mit Glasflächen, Echtholzapplikationen, Leder sowie Aluminium- und Chrom-Details und seinem digitalen Arbeitsplatz. Gegen Aufpreis ist das auf den Fahrer ausgerichtete „Innovision“-Cockpit mit Zwölf-Zoll-Bildschirm für die digitalen Instrumente und der 15 Zoll große Infotainment-Screen unter einem Glas integriert. Auf Schalter und Tasten wurde weitgehend verzichtet – lediglich und erfreulicherweise ist es aber beim analogen Lautstärkeregler geblieben. Auch bei den Assistenten legt VW nach: So bremst, lenkt und beschleunigt der neue Stauassistent selbstständig bis 60 km/h. Per Nachtsichtfunktion werden Menschen und Tiere infrarot erkannt.

Hervorragende Platzverhältnisse bieten die elektrisch verstellbaren Vordersitze, die auf Wunsch auch klimatisieren und massieren können. Aber auch die Passagiere in Reihe zwei können sich nicht über Platzmangel beklagen. Deren Rücksitzlehnen lassen sich dreifach in der Neigung bis zu 21 Grad verstellen, und die Rücksitzbank lässt sich um 160 Millimeter verschieben. Der leicht zu beladende Gepäckraum mit weit öffnender Klappe fasst jetzt bei voll besetztem Fahrzeug 810 Liter – das sind 113 Liter mehr als beim Vorgänger.

Eva-Maria Becker
Fotos: VW

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