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Geht ab wie Schmidt’s Katze

 Top-Modell der Mercedes-Benz C-Klasse gibt sich aber akustisch verhalten

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Das Topmodell C400 4Matic gibt es zu Preisen ab knapp 54 000 Euro

Seit fünf Jahren ist die aktuelle Generation der Mercedes-Benz C-Klasse auf dem Markt, und im vergangenen Jahr ist sie einem Facelift unterzogen worden. Das Basismodell der Limousine startet mit einem Preis von 32 534,60 Euro. Top-Modell der C-Klasse ist der C 400, den es nur mit Allradantrieb und zu Preisen ab 53 776,10 Euro gibt.

Dieses Facelift indes war nicht nur ein kleines Aufhübschen – 6500 Teile der C-Klasse-Fahrzeuge, zu denen neben der Limousine auch der Kombi, das Coupé und das Cabrio gehören, wurden erneuert. Das sieht man ihnen von außen aber kaum an, denn an der Optik wurde nur wenig gedreht. Lediglich das Design von Front- und Heckleuchten sowie das der Frontstoßfänger wurde modifiziert. Serienmäßig kommen Halogen-Scheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht zum Einsatz.

Das Interieur zeichnet sich durch fließende elegante Formen und hochwertige Materialien aus. Ins Basismodell wurde ein klassisches Kombiinstrument mit einem 5,5-Zoll-Farbdisplay integriert. Optional wird ein voll digitales Display mit 12,3-Zoll-Diagonale angeboten. Viele Funktionen lassen sich per Sprachsteuerung Linguatronic bedienen – sowohl Radio und Navi, als auch die Sitzheizung.

Auch die neuesten Fahrer-Assistenzsysteme können integriert werden, so dass die Fahrzeuge bereits teilautomatisiert fahren können. Dazu wurden verbesserte Kamera- und Radarsysteme eingesetzt, die bis zu 500 Meter vorausschauen können. Außerdem werden Karten- und Navigationsdaten für die Assistenz-Funktionen genutzt. So kann der aktive Abstands-Assistent Distronic den Fahrer in vielen Situationen unterstützen und die Geschwindigkeit vorausschauend – beispielsweise vor Kurven, Kreuzungen oder Kreisverkehren – entsprechend anpassen.

Bestseller ist der Kombi – das T-Modell

Auch neue Motoren, die den strengen Abgasvorschriften Euro 6d-TEMP genügen, kommen zum Einsatz. So geht eine neue Vierzylinder-Benziner-Generation an den Start. Basismodell ist der C160. Zudem ist der C 200 zusätzlich mit einem 48-Volt-System mit riemengetriebenem Starter-Generator (EQ Boost) ausgestattet – damit lässt sich der Verbrauch senken und die Agilität erhöhen. Weitere Modelle mit EQ Boost sollen folgen. Die Dieselmotoren sind weitgehend aus der E-Klasse bekannt.

Im Top-Modell C 400 arbeitet der einzige Sechszylinder-Motor der neuen C-Klasse, und zwar serienmäßig mit dem 4x4-Antrieb 4Matic. Der Turbo-Motor leistet 245 kW/333 PS und verteilt das satte Drehmoment von 480 Newtonmetern auf zwei Achsen. Er beschleunigt das 1,6 Tonnen schwere Fahrzeug in nur 5,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Im Sport-Modus fährt der C 400 die Gänge der 9G-Tronic länger aus. Rasant geht es mit ihm zur Sache, doch wer ein kräftiges Röhren dabei erwartet, wartet vergebens.

Cockpit mit voll digitalem Display

Zur Sicherheit greift das ESP-System rechtzeitig ein, bevor das Fahrzeug in den Kurven beginnt, außer Kontrolle des Fahrers zu geraten. Zwar lässt sich das System auch ausschalten, für die, die sich für einen Rennfahrer halten. Doch das sollte man tunlichst vermeiden.

Zwar ist dieses Fahrzeug der Mittelklasse in seiner Top-Version schon mit Klimaautomatik, Tempomat und Leichtmetall-Rädern ausgestattet. Doch auch für über 53 000 Euro sucht man das Navi, LED-Scheinwerfer, die Sitzheizung oder die meisten Fahrer-Assistenten vergebens. Wer mehr Komfort und Sicherheit will, kommt schnell auf Zusatzkosten von 20 000 Euro.

Eva-Maria Becker

Fotos: Mercedes-Benz

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