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Einliter-Ecoboost schafft Tempo 200

 Der stärkste Kleine im neuen Ford Focus bietet Fahrspaß

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Bei Ford spricht man nicht einfach vom Generationswechsel: Das Fahrzeug wurde komplett neu entwickelt, bietet Hightech-Komfort, sage und schreibe 30 Fahrer-Assistenten sowie modernste Antriebe und ist zudem richtig chic gestylt – mit weniger Kanten und mehr Muskeln. Zunächst sind der Fünftürer und der Kombi „Turnier“ an den Start gegangen; im November vergangenen Jahres folgte als Neuheit der höher gelegte „Active“ mit Outdoor-Anmutung. Markant wirken die dreidimensional gestaltete Front und die stark konturierte Motorhaube. Die verschiedenen Ausstattungslinien unterscheiden sich unter anderem auch durch ihre Kühlergrill-, Scheinwerfer- und Stoßfänger-Gestaltung. So zeichnet sich beispielsweise die sportliche ST-Line durch ein schwarzes Wabengitter, größere Lufteinlässe im Stoßfänger, einen Heckdiffusor und einen Dachspoiler aus.

Flacher und länger gezeichnet, steht der Focus nun noch satter auf der Straße. Zudem sind die Bein- und Schulterfreiheit deutlich verbessert worden, und trotz der abfallenden Dachlinie gibt es auch im Fond genügend Kopffreiheit. In den Gepäckraum der Limousine passen 341 Liter, bei umgeklappter Rückbanklehne sind es bis zu 1354 Liter. Noch mehr Stauraum bietet der Kombi, der um 10,8 Zentimeter an Länge zugelegt hat und nun bis zu 1653 Liter fasst. Der hochwertig anmutende Innenraum, je nach Ausstattung auch mit feinem Leder veredelt, wirkt aufgeräumt und einladend. Im Mittelpunkt des klar gegliederten Armaturenbretts thront ab der zweiten Ausstattungslinie der selbsterklärende Achtzoll-Farbtouchscreen, über den sich Audio-, Klima- und Navigationsfunktionen bedienen lassen.

Erstmals gibt es gegen Aufpreis ein Head-up-Display für den Focus, und ab der Ausstattung Titanium bietet der serienmäßige WLAN-Hotspot Vernetzungsmöglichkeiten für bis zu zehn Endgeräte. Praktisch ist die Smartphone-Anbindung via Apple CarPlay und Android Auto. Als neue Fahrer-Assistenten kommen unter anderem ein Stauassistent mit Fahrspur-Pilot, das kamerabasierte Kurvenlicht, die Verkehrsschilderkennung, blendfreies Fernlicht, der vollautomatische Park-Assistent sowie der Ausweichassistent, der das Umfahren von Hindernissen durch aktiven Lenkeingriff unterstützt, zum Einsatz. Eine besondere Neuheit ist die Falschfahrer-Warnfunktion. Via Navi und Kamera erkennt das System, ob der Fahrer in falscher Richtung auf die Autobahn auffährt und warnt ihn optisch sowie akustisch vor der Geisterfahrt.

Als Antriebe stehen zunächst drei Selbstzünder und fünf Benziner zur Wahl. Alle Motoren erfüllen die Euro-6d-TEMP-Abgasnorm. Als erster Volumenhersteller hat Ford ausschließlich Dreizylinder-Benziner im Portfolio. Dabei wird der 1,0-Liter-Ecoboost-Motor in den Leistungsklassen 63 kW/85 PS, 74 kW/100 PS 92 kW/125 PS angeboten. Wir nahmen im Kurztest den stärksten dieser Motoren etwas genauer unter die Lupe. Er ist mit einem Sechsgang-Handschalter kombiniert, ist aber auch mit der Achtgang-Wandler-Automatik lieferbar.

Dieser Dreizylinder-Motor ist übrigens etwas Besonderes: Es arbeitet mit einer Zylinderabschaltung – das war bisher von Vier- und Sechszylinder-Motoren bekannt. Im Teillastbereich schaltet die Software einen der drei Zylinder des Motors ab und reduziert damit den Verbrauch und den Abgasausstoß. Der Fahrer spürt davon nichts – agil und sportlich geht es mit diesem Motor unter der Haube voran. Maximal werden als Höchstgeschwindigkeit 200 km/h erreicht; der Spurt von Null auf Tempo 100 wird in 10,1 Sekunden absolviert.

Die „ST-Line“-Ausstattung des Testfahrzeugs ist mit einem Sportfahrwerk ausgestattet, das unter anderem für hohe Sicherheit in Kurven sorgt. Auf schlechten Wegstrecken sind allerdings die Unebenheiten schon zu spüren. Gegen Aufpreis ist aber auch eine adaptive Dämpferregelung zu haben. Erstmals und ohne Mehrkosten an Bord ist ein selektiver Fahrmodus-Schalter, der das Ansprechen des Gaspedals und der Servolenkung an die vorgewählten Modi „Normal“, „Sport“ oder „Eco“ anpasst.

Eva-Maria Becker

Fotos: Ford

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