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Eclipse Cross begründet neue Modellreihe

 Das chice SUV von Mitsubishi soll für Auftrieb der Marke sorgen

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Mitsubishi Eclipse Cross | Foto: Mitsubishi

Ein traditionsreicher Name ist in die Modellpalette von Mitsubishi zurückgekehrt: Der neue „Eclipse“ mit der Ergänzung „Cross“ ist aber kein Sportwagen, sondern das neue Coupé-SUV des japanischen Herstellers. Und auch der Hersteller hat Tradition: Mitsubishi gehört zu den asiatischen Vorreitern des  Automobilbaus und hat immer wieder für innovative Neuerungen gesorgt. 1917 ist mit dem Modell A das erste Serienautomobil Japans präsentiert worden. 1934 wurde der PX33 mit Dieselmotor und Allradantrieb entwickelt, quasi der Vorreiter des Urgesteins Pajero. Und das Plug-in-Hybrid-SUV Outlander war das erste seiner Art.

Doch die Geschichte von Mitsubishi war kein kontinuierlicher Aufstieg. Immer wieder mal kriselte es im Gebälk: Mit der Asienkrise sanken die Verkaufszahlen drastisch, und auch die Übernahme durch den DaimlerChrysler-Konzern 2001 konnte das Blatt nicht wenden. Die Modelle waren einfach veraltet. Auftrieb gaben schließlich der neue Colt und der Outlander. Seit 2016 ist Mitsubishi nun ein Teil der Renault-Nissan-Allianz und setzt in diesem Gefüge auf die Entwicklung von Elektroautos und Hybrid-Fahrzeugen und voll auf SUVs: Bis 2021 sollen vier neue Modelle kommen.

Apropos neue Modelle: Fünf Jahre lang gab es keins von Mitsubishi. Aber jetzt gibt es einen Neuen – den Eclipse Cross, ein SUV mit Coupé-Anmutung. Das 4,41 Meter lange kompakte Fahrzeug mit wuchtiger Front, keilförmiger Gürtellinie und markantem Schrägheck mit geteilter Heckscheibe ist ab 21 990 Euro zu haben. Zu diesem Preis gibt es die Basisausstattung mit Frontantrieb und Sechsgang-Handschalter. Allradantrieb (4WD) wird für die nächst höhere Ausstattung und mit kombinierter stufenloser CVT-Automatik zu Preisen ab 29 190 Euro angeboten.

Und diese Schaltautomatik, die die Stufen fast unmerklich wechselt, ist wirklich empfehlenswert. Mit ihr schafft der Eclipse Cross den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in 9,3 Sekunden und damit eine halbe Sekunde schneller als mit dem Handschalter. Wer dennoch eigenhändig die Fahrstufen wechseln will, kann das mit den an der Lenksäule installierten Paddles, die allerdings etwas groß ausgefallen sind. Das CVT-Getriebe hat aber noch einen anderen Vorteil: Damit verliert der Eclipse Cross zehn Kilogramm an Gewicht und gewinnt an Effizienz.

Als Antrieb steht zunächst nur der neu entwickelte 1,5-Liter-Benziner zur Verfügung. Er leistet 120 kW/163 PS und stellt sein erstaunlich hohes Drehmoment von 250 Nm im breiten Band zwischen 1800 und 4500 U/min bereit. Damit bringt der durchzugsstarke Motor den Eclipse Cross zügig auf Trab. Als Normverbrauchswerte stehen je nach Ausführung 6,6 bis 7,0 Liter pro 100 Kilometer in der Liste. Ein überarbeiteter 2,2-Liter-Turbodieselmotor, kombiniert mit Allradantrieb und einem neu entwickelten Achtgang-Automatikgetriebe, wird noch in diesem Jahr nachgeschoben. Mittelfristig ist auch die Elektrifizierung des Modells geplant.

Modern wie das Exterieur präsentiert sich der Innenraum des Fahrzeugs. Weicher Kunststoff mit Lederanmutung bildet einen guten Kontrast zu den silberfarbenen Applikationen. Die optional erhältliche Echtleder-Ausstattung im Orange-Ton gefällt mit akribischen Ziernähten. Klavierlack- und Karbonelemente unterstreichen den hochwertigen Charakter des Interieurs. Die Rücksitzbank ist asymmetrisch geteilt, um 20 Zentimeter verschiebbar, und die Lehnen sind in der Neigung verstellbar. Auf Wunsch ist ein Panorama-Glasdach lieferbar.

Bereits das Basismodell ist komfortabel und sicher ausgestattet – unter anderem mit einer Klimaautomatik, dem Tempomaten, einem Audiosystem sowie einem umfassenden Sicherheitspaket inklusive dem Kollisionswarner mit Fußgängererkennung und Notbremsassistent. Ab der Ausstattung „Plus“ sind 18-Zoll-Aluräder, die Rückfahrkamera und das Infotainmentsystem Smartphone Link Display Audio mit Android Auto/Apple CarPlay-Konnektivität und einem Siebenzoll-Touchscreen sowie die intuitive Touchpad-Steuerung für Smartphone Link Display Audio inklusive. Die „Top“-Ausführung ab 30 990 Euro umfasst zusätzlich LED-Scheinwerfer, das Head-up-Display, die 360-Grad-Kamera und den Ausparkassistenten sowie Ledersitze, das Premium-Soundsystem und den Abstands-Tempomaten.

Im vergangenen Jahr konnte Mitsubishi mit 45 000 Verkäufen sein bestes Ergebnis seit 2000 einfahren, trotz des schmalen Modellprogramms. Mit diesem guten Resultat im Rücken ist der japanische Hersteller optimistisch in die neue Saison gestartet. Und er hat wohl allen Grund dazu: Noch vor der offiziellen Markteinführung im Januar und ohne den Eclipse Cross vorher ausprobieren zu können, hatten mehr als 6000 Kunden ihre Bestellung für das auffällige SUV-Coupé bei den deutschen Händlern abgegeben.

Eva-Maria Becker
Fotos: Mitsubishi

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