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E-Mobile, coole Studien und ganz normale Autos

 Genfer Automobilsalon mit zahlreichen Premieren lockte auch dieses Jahr die Auto-Fans in die Schweiz

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180 Aussteller aus 30 Ländern präsentierten Mitte März ihre Neuheiten auf dem Genfer Automobilsalon. Über 150 Welt- und Europapremieren liefen über die Bühne. Die meisten namhaften Hersteller waren dabei – jedoch fehlten unter anderem Volvo und Ford, Opel und Jaguar Land Rover.

Einerseits lieferten die möglichen Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten sowie die Probleme um die Einhaltung der CO2-Grenzwerte der Autoindustrie reichlich Gesprächsstoff auf dem Salon. Dazu passten neue Kompakte mit alternativen oder zumindest immer sparsameren Antrieben und interessante Studien und Concept-Cars für den Verkehr der Zukunft.

Andererseits wurden aber nach wie vor auch protzige Fahrmaschinen mit entsprechenden Verbrauchswerten präsentiert. Insgesamt rund 900 Automodelle und über hundert Neuheiten aus den Bereichen Technologie, Design, Sicherheit und Komfort sind vorgestellt worden. Außerdem präsentierten in Genf viele namhafte Tuner und Hersteller von Kleinserien-Fahrzeugen ihre Produkte.

Letztes Jahr immer noch in einer Nische platziert, nahmen diesmal die Elektro-Autos und neue Plug-in-Hybride einen großen Raum ein. So die Modelle von Audi: Sowohl A6, A7 und A8, als auch der Q5 können nun auch mit Unterstützung durch einen Elektromotor geordert werden. Aber auch das Angebot an reinen Elektroautos wurde erweitert: Der nunmehr dritte Elektro-Audi heißt „Q4 e-tron“ und ist ein SUV-Coupé. Er soll je nach Batteriegröße bis zu 600 Kilometer mit einer Ladung schaffen.

VW zeigt die Studie „ID Buggy“ eines elektrischen SUV’s | Foto: VW

Erst ab nächstem Jahr kommt die neue Volkswagen-E-Familie auf den Markt, die sich „ID“ nennt und verschiedene Modelle umfassen soll. In Genf zeigte VW dazu schon mal die Studie eines elektrischen SUV’s, den „ID Buggy“. Außerdem hatte VW den gelifteten Passat inklusive einer Plug-in-Hybrid-Version dabei. Daneben gab es bei VW auch neue Fahrzeuge mit Verbrennern zu sehen – so den „T-Roc R“, ein auf Sportlichkeit gebürstetes SUV mit 300 PS unter der Haube. Seine Premiere feierte der kleinere T-Cross auf Basis des VW Polo.

Der „Kamiq“ ist das nunmehr kleinste SUV von Skoda | Foto: Skoda

Skoda enthüllte in Genf den „Kamiq“ – das nunmehr kleinste SUV der Marke, das im Spätsommer auf den Markt kommt. Außerdem wurde mit dem Rapid-Nachfolger „Scala“ ein komplett neuer Kompakter vorgestellt. Seat hatte die seriennahe Studie „Cupra Formentor“ mitgebracht. Der Crossover ist als Plug-in-Hybrid konzipiert.

Den neuen Peugeot 208 gibt es bald auch als E-Version | Foto: Peugeot

Bei Peugeot wurde die nächste Generation des 208 mit ganz neuem Design präsentiert. Sie startet im Herbst. Im kommenden Jahr soll auch ein Elektro-208 zu haben sein – mit einer Reichweite von 340 Kilometern. Citroën hatte mit dem „Ami One Concept“ eine Studie dabei. Der kleine elektrische Zweisitzer ist kein Auto im klassischen Sinne, quasi eine überdachte Motorroller-Alternative.

Der neue Clio bietet mehr Platz als der Vorgänger | Foto: Renault

Bei Renault stand ein neuer Clio im Mittelpunkt der Messe. Er ist etwas kürzer als der Vorgänger, soll aber mehr Platz als bisher bieten. Außerdem zeigte Renault den überarbeiteten Twingo – er erhielt einen neuen Look und neue Technik. Beim Händler steht er ab Mai. Kia präsentierte in Genf den „e-Soul“, der bereits in Kürze lieferbar und künftig die einzige Version der Baureihe in Europa ist. Die Reichweite der Topversion wird mit bis zu 452 Kilometern angegeben.

Der neue Mazda3 ist ein sehr wichtiges Fahrzeug der Marke | Foto: Mazda

Mazda hat eine ganz neue SUV-Baureihe vorgestellt, die in die Lücke zwischen dem CX-3 und dem CX-5 passt. Und natürlich stand der neue Mazda3 im Mittelpunkt – ein für die Marke sehr wichtiges Fahrzeug.

Mercedes-Benz hat den GLC gründlich überarbeitet. | Foto: Mercedes-Benz

Mercedes-Benz hatte den gelifteten GLC dabei; er soll ab sofort bestellbar sein. Zudem war die überarbeitete V-Klasse auf dem Genfer Autosalon zu sehen. Bei BMW standen neue Plug-in-Hybride im Mittelpunkt – so der „X5 xDrive45“ mit 394 PS Systemleistung und einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 80 Kilometern. Premiere hatte auch der BMW 330e, ein Plug-in-Hybride mit einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 60 Kilometern, der im Sommer auf den Markt kommt.

Toyota hat vom Corolla eine höher gelegte Version aufgelegt. | Foto: Toyota

Bei Honda gab es den Prototyp des ersten Elektroautos der Marke zu sehen. Noch in diesem Jahr wird die Serienversion vorgestellt, und ab 2020 soll das Fahrzeug, das mit vier Metern Länge zu den Kleinwagen zählt, verkauft werden. Mitsubishi hat das Kompakt-SUV ASX modernisiert und stellte es in Genf vor. Ssangyong präsentierte einen neuen Korando. Toyota hatte in Genf einen Corolla mit mehr Bodenfreiheit, robustem Design und Unterfahrschutz an Front und Heck dabei. Den „Corolla Trek“ gibt es ausschließlich als Touring Sports.

Eva-Maria Becker

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