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Der neue Toyota RAV4 zeigt wieder klare Kante

 Für das kompakte SUV ist kein Dieselmotor mehr im Angebot

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Markanter als bisher kommt der neue RAV4 daher. Die Front wird vom großen Trapez-Grill geprägt.

Toyota hat seine erfolgreiche Baureihe RAV4 zum fünften Mal aufgelegt und verkauft die Neuen zu Preisen ab 29 990 Euro seit Januar in Deutschland. Das Fahrzeug feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum, und seit 1994 konnten weltweit rund neun Millionen Exemplare des kompakten SUV’s verkauft werden. Der japanische Hersteller verzichtet ab sofort auf Dieselmotoren für den RAV4 und setzt stattdessen vor allem auf den Hybrid-Antrieb, den im vergangenen Jahr 85 Prozent der Kunden wählten.

So stehen nun für den Vortrieb zwei Motorisierungen zur Wahl, die jeweils mit Front- oder Allradantrieb kombinierbar sind. Neben einem neuen 2,0-Liter-Benziner mit einer Leistung von 129 kW/175 PS wird ein neuer Hybridantrieb angeboten. Der leistet in Verbindung mit Frontantrieb 160 kW/218 PS, die Allradversion mit einem zusätzlichen Elektromotor in Einheit mit einem Generator an der Hinterachse bringt es auf 163 kW/222 PS. Je nach Bedarf kann das Drehmoment bis zu 80 Prozent an die Hinterräder geleitet werden. Damit kann sich der RAV4 auch ins Gelände trauen und auf Schnee und Schlamm behaupten.

Den freistehenden Acht-Zoll-Bildschirm mit Navi gibt es in gehobenen Ausstattungen

Schauen wir diese Hybrid-Version etwas genauer an: Auf Tempo 100 beschleunigt der Allradler aus dem Stand in 8,1 Sekunden, der Fronttriebler braucht dafür nur 0,3 Sekunden mehr. Die Höchstgeschwindigkeit der Hybrid-Versionen ist jeweils auf 180 km/h begrenzt. Die Power des Kompakt-SUV mit vier angetriebenen Rädern reicht, um bis zu 1,65 Tonnen schwere Anhänger zu ziehen. Der Frontantriebs-Hybrid darf nur 800 Kilogramm an den Haken nehmen. Auf ersten Probekilometern gefiel der RAV4 Hybrid durch seinen spontanen Antritt. Sein durchschnittlicher Verbrauch auf 100 Kilometern soll bei 4,5 Litern liegen – der Praxistest steht noch aus.

Sechs Ausstattungslinien werden für den neuen RAV4 angeboten. Bereits die Basisversion verfügt über eine Klimaanlage, einen adaptiven Tempomaten, Voll-LED-Scheinwerfer, eine Bluetooth-Freisprech-Einrichtung sowie ein 4,2-Zoll- TFT-Farbdisplay. Serienmäßig ist auch das Sicherheitssystem „Safety Sense“, das für den neuen RAV4 noch einmal erweitert wurde. Es umfasst neben dem Kollisionswarner, der Fußgänger nun auch nachts erkennt, einem adaptiven Tempomaten, dem Spurwechselwarner mit Gegenlenkfunktion, einer Verkehrszeichenerkennung und der Fernlichtautomatik nun außerdem einen Spurhalteassistenten, eine Stop-&-Go-Funktion für die Geschwindigkeitsregelanlage, eine Radfahrererkennung und ein automatisches Notrufsystem.

Bei höheren Ausstattungen sind beispielsweise ein freistehender Acht-Zoll-Bildschirm, das Navigationssystem und ein digitaler Innenspiegel, der mithilfe einer zusätzlichen Heckkamera die Sicht nach hinten verbessert und Blendungen reduziert, serienmäßig. Das Topmodell Lounge zu Preisen ab 43 990 Euro wird zusätzlich mit belüftbaren Frontsitzen, einer Frontscheibenheizung, Sitzheizungen auch für die zweite Reihe sowie einer Lederausstattung geliefert. Auf Wunsch gibt es ein elektrisch öffnendes Panorama-Schiebedach.

Klare Kante zeigt auch die Seitenansicht des neuen RAV4

Neben all den technischen Details interessiert sich der Kunde nach wie vor besonders für die Optik eines Fahrzeugs. In dieser Hinsicht hat der RAV4 gegenüber seinem Vorgänger viel gewonnen. Er wirkt mit seiner Front mit großem Trapez-Grill und den größeren Rädern kräftig, ohne bullig zu sein, und er zeigt wieder klare Kante. Seine Karosserie bietet eine um 15 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit.

Dank des um drei Zentimeter auf 2,69 Meter gestreckten Radstands gibt es im unverändert 4,60 Meter langen RAV4 mehr Beinfreiheit. In den Gepäckraum passen jetzt 580 Liter – das sind 79 Liter mehr, als der Vorgänger fasste. Bei umgeklappten Rücksitz-Lehnen beträgt das Stauvolumen maximal 1690 Liter, und man erhält jetzt eine ebene Fläche. Die Heckklappe kann auf Wunsch auch elektrisch und per Fußkick geöffnet werden.

Eva-Maria Becker

Fotos: Toyota

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