☰ Menü

Bis zu 455 Kilometer mit einer Ladung

 Die angegebene Reichweite des Kia e-Niro wird in der Praxis bestätigt

Zurück zur Übersicht

Auf dem Pariser Autosalon vergangenen Herbst hat Kia das neue Elektroauto e-Niro präsentiert. Im April kommt das elektrische Crossover-Modell der Koreaner nun auf den deutschen Markt – zu Preisen ab 34 290 Euro. Das ist ein echter Kampfpreis, zumal er durch die Förderung von batteriebetriebenen Fahrzeugen bei unter 30 000 Euro liegt. Dafür gibt es allerdings die kleinere Batterie mit 39,2 kWh – damit kommt das 100 kW/136 PS starke Basismodell bis zu 289 Kilometer weit. Der Clou ist jedoch der 150 kW/204 PS starke e-Niro, der dank seiner Batteriekapazität von 64 kWh eine Reichweite von bis zu 455 Kilometer haben soll – gemessen im neuen kombinierten und realitätsnahen WLTP-Zyklus. Wer nur in der Stadt unterwegs ist, kann sogar mit einer Reichweite von 615 Kilometern rechnen. Allerdings schlägt der stärkere Akku auch beim Kaufpreis zu Buche: Der Kunde muss dafür 3800 Euro drauflegen. Trotzdem geht man bei Kia davon aus, dass sich über 90 Prozent der Kunden für die 64 kWh-Batterie entscheiden werden – und damit für die deutlich höhere Reichweite.

Dabei wird die besonders große Reichweite nicht allein durch den Akku erreicht – ein effizientes regeneratives Bremssystem, ein Vorheizsystem für die Batterie sowie eine Energie sparende Wärmepumpe für die Innenraumklimatisierung sind daran beteiligt. In einer Dreiviertelstunde, so die Techniker von Kia, lässt sich die Lithium-Polymer-Batterie an einem 100-kW-Schnelllader zu 80 Prozent aufladen. Und die Batterien im e-Niro sind erstaunlich kompakt, weil sie auch erstaunlich effizient sind. Nach Herstellerangaben verbraucht die große Batterie nur 15,9 kWh pro 100 Kilometer – ebenfalls gemessen im neuen WLTP-Zyklus. Das kostet derzeit knapp fünf Euro.

Soweit die Rahmenbedingungen, die der e-Niro bietet. Aber wie stark ist das Fahrzeug, das in die Golfklasse gehört, in der Praxis? Wie steht es mit dem Fahrspaß? Auf den Fahrspaß jedenfalls braucht man nicht zu verzichten – das zeigte ein erster Praxistest mit dem e-Niro. Die stärkere Version schafft den Spurt von Null auf Tempo 100 in 7,8 Sekunden; die Spitze wird bei 167 km/h elektronisch begrenzt. Das maximale Drehmoment von 395 Nm steht vom Start weg zur Verfügung und sorgt für überraschende Blitzstarts – beispielweise, wenn die Ampel auf Grün springt. Dann hat so manch anderes Fahrzeug das deutliche Nachsehen.

Doch nicht nur das: Es zeigte sich, dass das Fahrzeug tatsächlich, und nicht nur auf dem Papier, ohne weiteres auf die hohe Reichweite kommen kann, ohne dass man mit Tempo 80 auf der Autobahn herumtrödelt oder im Lkw-Windschatten segelt. Das Fahrzeug ist problemlos bedienbar wie seine Brüder – der Niro Hybrid und der Niro Plug-in Hybrid, denen er bis auf seine Front mit dem geschlossenen Kühlergrill und etwas mehr Höhe im Design gleicht.

Neu ist der Gangwahl-Drehschalter der Automatik, der den konventionellen Wählhebel ersetzt. Zahlreiche Assistenten sind an Bord, um den Fahrer zu unterstützen – so der Frontkollisionswarner mit Notbremsassistent und Fußgängererkennung, der Spurhalteassistent, der Fernlichtassistent, der Querverkehrwarner und der Abstandstempomat. Die Coasting- und Effizienz-Assistenten unterstützen dank „vorausschauender“ Navigation eine besonders energieeffiziente Fahrweise. Trotzdem er nur 4,38 Meter lang ist, bietet der e-Niro ordentlich viel Platz für die Passagiere – aber auch deren Gepäck im 451 bis 1405 Liter großen Kofferraum. Das Fahrzeug wird in den Ausstattungen Edition 7, Vision und Spirit angeboten. Bereits die Basisausstattung umfasst unter anderem ein Audiosystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen, eine Smartphone-Integration und die Klimaautomatik.

Eva-Maria Becker

Fotos: Kia

Zurück zur Übersicht

  • Buch  DKW - Motorradsport 1920-1939 Buch  AUDI - Die Erfolgsgeschichte von Audi in Le Mans Buch  Heinz Rosner ... startet für MZ Broschüre  Mein Leben für den Motorsport Broschüre  Ein Leben für das Kraftfahrzeug Von Rennpappe, Easter & Co.
  • Bildband  50 Jahre Motorrad-WM auf dem Sachsenring Sowjetische Motorräder - Zwischen Anspruch und WirklichkeitBroschüre  Suzuki: The way to win Buch  Rund um Zschopau - 2. Band Buch  AWO - Die Geschichte einer Legende Broschüre  Int. Sechstagefahrt - ISDE 1987 Jelenia Gora/Polen
  • Kalender 2019 -  AWO Historische Zweiräder aus Suhl Kalender 2019 -  Enduro WM+DM Kalender 2019 -  Sidecar Kalender 2019 -  Historie Sachsenring
  • Kalender 2019 -  Historie Schleizer Dreieck Kalender 2019 -  Hohenstein-Ernstthal Kalender 2019 -  RT 125 - Die Kleine aus Zschopau Kalender 2019 -  MotoGP - World Championship Sachsenring
  • Kalender 2019 -  Legends - MotoGP Kalender 2019 -  Zeitreise Motorsport in den 1970er Jahren Kalender 2019 -  Limbach-Oberfrohna Kalender 2019 -  Giacomo Agostini