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Nutzfahrzeug-Markt ist 2015 gewachsen

 VDIK sieht weitere Erhöhung der Mautpflicht als kontraproduktiv

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Nfz-Neuzulassungen in Deutschland/Marktanteil VDIK-Mitglieder

Der Nutzfahrzeugmarkt in Deutschland  entwickelt sich deutlich besser als erwartet. So konnten im vergangenen Jahr 330 000 Neuzulassungen verzeichnet werden – das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent. Das größte Volumen entfällt dabei auf die Transporter mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen. Die 236 000 Neuzulassungen des Jahres 2015 stellen  ein neues Rekordniveau dar. Die Erneuerung der Fahrzeugflotte ist damit auf einem guten Weg.

Erwartungsgemäß rückläufig war und ist auch aktuell der Absatz der Fahrzeuge zwischen 7,5 und zwölf Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, die seit 1. Oktober 2015 der Mautpflicht unterliegen. Die Neuzulassungen in diesem Segment sind um 15 Prozent zurückgegangen. Es ist klar zu erkennen, dass anstelle dieser nun schwerere Fahrzeuge gekauft  werden. Das allerdings nach wie vor relativ kleine Segment der Fahrzeuge zwischen zwölf und 16 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht konnte um über 30 Prozent zulegen, auf rund 65 000 Neuzulassungen.

VDIK-Präsident Volker Lange geht auch in diesem Jahr von einem stabilen Nutzfahrzeugmarkt auf hohem Niveau aus. Er kritisiert jedoch, dass die Erhöhung der Mauteinnahmen im vergangenen Jahr keine Absenkung der Gewichtsgrenze für die Mautpflicht auf Fahrzeuge mit 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht zur Folge hatte. Zudem seien 1000 Kilometer zusätzlicher Bundesstraßen in die Mautpflicht aufgenommen worden. Für 2018 sei die Ausweitung der Mautpflicht auf alle Bundesstraßen vorgesehen und zu befürchten, dass diese zusätzliche Belastung zu Lasten strukturschwacher und abseits gelegener Regionen gehen werde. Es sei davon auszugehen, dass das den Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft in diesen Regionen nach sich ziehen werde.

VDIK-Präsident Lange: „Letztendlich geht im Güterverkehr kein Weg am Lkw vorbei. Er transportiert nach wie vor 70 Prozent der Güter in Deutschland. Insgesamt ist der binnenländische Güterverkehr seit dem Jahr 2000 um über 25 Prozent gestiegen, und dieses Wachstum wurde zu 80 Prozent von der Straße gestemmt. Die fehlenden Lkw-Stellplätze an den überfüllten Autobahnraststätten verdeutlichen diesen Anstieg sehr anschaulich.“

Eva-Maria Becker
Foto: VDIK

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