MotoGP |
Motorrad Grand Prix Tschechien / Automotodrom Brno
Nach der Poleposition gewann Marc Márquez in Ungarn den Sprint und das Rennen, gleichbedeutend mit dem insgesamt 100. Grand-Prix-Sieg des Ausnahmekönners. Trotz dieser brillanten Tatsachen äußerte sich der amtierende Weltmeister realistisch:„Ich bin zehn Jahre älter als Acosta und elf Jahre älter als Aldeguer. Die Jungen rücken nach, das passiert uns allen. Der natürliche Verlauf ist, dass die jungen Fahrer dich immer weiter pushen. Irgendwann kommt der Moment, in dem sie dich nicht mehr pushen, sondern verdrängen. Zum Glück sitzt Acosta noch nicht auf einer Ducati. Bezzecchi ist auch da, aber wir machen unser eigenes Ding. Ich hatte viele Jahre voller Druck, jetzt möchte ich diesen Sport auch genießen. Im Kopf bleibe ich im Rennmodus, aber der Körper wird nicht mehr mitmachen. Ich muss sehr vorsichtig sein, weil schon ein kleiner Fehler bei einem Richtungswechsel einen Sturz verursachen kann. Genau das wollen wir vermeiden. Durch das Adrenalin ist es schwer zu merken, was genau passiert, aber man spürt einfach, dass man von Runde zu Runde steifer wird. Man arbeitet dann mit dem Körper auf der rechten Seite immer weniger. Durch den Streckenwechsel und die vielen Linkskurven begann ich, besser zu fahren. Am Anfang der Saison war ich in Linkskurven nicht der schnellste Ducati-Fahrer, jetzt werde ich zusehends dort der Schnellste. Ich kann den Körper besser einsetzen. Das macht mir auf diesen Strecken das Leben leichter. Jetzt müssen wir uns in den Rechtskurven verbessern, das wird mit der Zeit kommen.“ Das 5,403 km lange Automotodrom Brünn hat acht Rechts- aber nur sechs Linkskurven. Im Vorjahr war das für den Spanier kein Thema, MM93 gewann den Sprint und den Grand Prix von Tschechien – allerdings mit optimaler Gesundheit.
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