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Die Renntrabis haben nach wie vor zahlreiche Fans

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TRM-Rennpappentreffen

Denkt man an das Straßenbild der ehemaligen DDR zurück, dürfte jeder vor allem den Trabant 601 vor Augen haben. Von 1964 bis ins Wiedervereinigungsjahr 1990 wurden vom zwangsläufigen Verkaufsschlager knapp drei Millionen Fahrzeuge produziert. Mangels Autoklassen im Straßenrennsport kam der „601“ 1974 auch auf die DDR-Rennstrecken und fuhr sich in die Herzen der Fans.
Am letzten Samstag im Oktober huldigte das Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal dem Kult-Rennauto der DDR mit dem sogenannten „TRM-Rennpappentreffen“. Eingeladen waren alle treuen Anhänger und Fahrer, um ihren nach wie vor fahrbaren Untersatz auszustellen oder als Gäste einfach nur „Benzin zu reden“. Rund 40 Trabi-Besitzer waren dieser Einladung mit ihrem Liebling per Achse gefolgt. Zu denen gesellten sich an die 20 weitere Rennfahrer, Ex-Rennfahrer und Besitzer nicht straßentauglicher Rennflitzer.
Bei bestem Herbstwetter fand diese Ein-Tages-Sonderausstellung unter freiem Himmel im Vorhof des Eingangsbereichs zum Museum sowie auf der Straße vorm Museum statt, in die zwei Gesprächsrunden mit Akteuren der Vergangenheit und der Gegenwart eingebettet waren. Dabei kamen der siebenfache DDR-Meister, davon drei Mal im Trabi, Hans-Dieter Kessler, seine Ex-Rivalen und Wegbegleiter Rainer Brand, Stromhardt Kraft, Manfred Glöckner und Heiko Gaida genauso zu Wort, wie der Schrauber-Guru und heutige Besitzer des Renntrabants mit der legendären Startnummer „5“ des fünffachen DDR-Meisters Klaus Schumann, Wolfgang Hirche. Die illustre Runde bereicherten des Weiteren der Ex-Fahrersprecher und Organisator Hartmut Krüger und Gerhard Vater als Vertreter der ehemaligen ebenfalls Trabant-befeuerten Formel Junior. Die Rallye-Fraktion vertraten der ehemalige Beifahrer von Heinz Galle, Wolfgang Kießling, und Christian Meischner. Moderiert wurde das Ganze vom einst selbst Renntrabi fahrenden, ehemaligen und heutigen Streckensprecher Lutz Weidlich und Hendrik Medrow, dem mehrfachen Buchautor über den DDR-Automobil-Rennsport.
Neben den Klassikern von der Rundstrecke der damaligen Klasse A21 – Tourenwagen bis 600 ccm, die stattliche rund 80 PS leisteten, standen auch diverse Rallye-Trabis, ein Formel-Junior-Rennwagen sowie Autocross-Fahrzeuge auf Trabant-Basis hoch im Kurs.

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