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Formel-1-Weltmeisterschaft China / Shanghai International Circuit
Dass Mercedes den Saisonauftakt in Australien nach Belieben domiert hat, dass Ferrari plötzlich wieder um Podestplätze mitfahren kann und dass das neue Werksteam von Audi einen passablen Start hingelegt hat, diese Themen waren bereits einen Tag nach dem Grand Prix in Melbourne nahezu wieder verschwunden. Wie konnte es anders ein: Es geht einmal mehr um das neue Reglement. Dem Vernehmen nach will der Automobil-Weltverband FIA sich nach dem Rennen in China mit dem Formel-1-Management und den Teams zusammensetzen. FIA-Sportdirektor Nikolas Tombazis bringt es auf den Punkt: „Die neuen Modelle bieten mehr Agilität. Doch das Streitthema bleibt der Antrieb. Zu viel Energiesparen. Zu viel Batteriedisziplin. Zu wenig freies Racing.“ Die Fahrer schlagen Alarm, weil sie Dinge tun müssen, die gegen ihren Instinkt gehen. Rollen lassen. Verwalten. Warten. Weltmeister Lando Norris findet dafür drastische Worte. Er warnt auch vor der Gefahr, die dadurch entsteht. „Es kann einen Geschwindigkeitsunterschied von 30, 40 oder 50 km/h geben. Wenn dann jemand bei so einem Unterschied jemandem auffährt, fliegst du, du gehst über den Zaun, und du kannst dir selbst schweren Schaden zufügen und vielleicht auch anderen. Das ist ein ziemlich schrecklicher Gedanke.“ Es ist eine Sorge, die im Fahrerlager längst nicht mehr als Stimmung abgetan wird. McLaren-Teamchef Andrea Stella mahnt, dass Glück keine Strategie ist. „Wir sollten nicht zufrieden sein, nur weil nichts passiert ist. Wenn es um Sicherheit geht, müssen wir immer proaktiv sein.“ Genau deshalb geht es bei den Gesprächen nicht nur um die Unterhaltung. Es geht um die Reduzierung der Gefahr und wie man sie kontrollieren kann. Und der Auftakt bestätigte: Die einen kommen mit dem neuen Regelwerk gut zurecht, andere nicht.
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