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Formel-1-Weltmeisterschaft USA / Las Vegas Strip Circuit
Gewogen und für zu leicht befunden. Oscar Piastri ist in der Formel-1-Saison des Jahrganges 2025 eine der tragischsten Figuren. Dem McLaren-Pilot aus Australien schwimmen langsam alle Felle davon. Vor dem Rennen in Las Vegas lag er in der Tabelle deutlich hinter WM-Rivale Lando Norris. Der Überflieger der ersten Jahreshälfte ist nach Fehlern, Strafen und Unfällen auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Die Weltmeisterschaft rückt immer mehr in den Hintergrund. Auf den letzten Metern im Titelkampf beschäftigen ihn das Krisenmanagement und der Blick über 2025 hinaus. „Letztendlich ziehe ich die Lehren nicht nur, um mich in dieser Saison zu positionieren, sondern auch, weil ich für den Rest meiner Karriere in der Lage sein will, jede Gelegenheit zum Sieg wahrzunehmen. Manchmal sind diese bitteren Pillen hart zu schlucken, aber sie sind ein Teil davon, das zu realisieren“, gab er sich vor dem 22. Saisonrennen in den USA relativ abgeklärt. Seit fünf Rennen stand er nicht mehr auf dem Podium und verlor in diesem Zeitraum die WM-Führung . Aus einem Vorsprung von 34 Punkten ist ein Rückstand geworden. Besonders in Brasilien lief es mit einem Unfall im Sprint sowie einer Strafe und Platz fünf im Rennen alles andere als glücklich. Seit seinem Sieg in Zandvoort ist bei ihm irgendwie der Wurm drin. „Nach Mexiko habe ich mich wieder ziemlich wohlgefühlt und habe die Dinge gelernt, die ich lernen musste. Anstatt auf die Zahlen zu schauen, muss ich mich mehr meinem Gefühl widmen. Das ist schwierig zu lernen, aber ich fühle mich damit jetzt viel besser“, beteuerte er. Dabei war es nicht nur die WM-Tabelle, die ihn in der zweiten Saisonhälfte belastete. Vor allem die McLaren-Teamorder beim Rennen in Monza scheint bei ihm zu nagen. In Italien musste er Lando Norris vorbeilassen, nachdem die Pitcrew dessen Boxenstopp vergeigt hatte, wodurch der Brite hinter ihn zurückgefallen war. Doch diese Missgeschicke schienen Oscar Piastri bis vor dem Rennen in Las Vegas nicht allzu sehr aus der Bahn zu werfen. Wie immer ging er konzentriert und fokusiert seine nächste Herausforderung an.
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