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Carlos Sainz feierte nach 2010 und 2018 seinen dritten Dakar-Erfolg

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Dakar | 

Rallye Dakar 2020 / Automobile

Mitten in der Wüste der Arabischen Halbinsel wurde die 42. Auflage der Rallye Dakar diesmal ausgetragen. Zwölf Etappen mit insgesamt 7.900 Kilometern Fahrstrecke in Saudi-Arabien waren die Eckdaten für das diesjährige strapaziöse Offroadabenteuer. Angeblich lässt sich das Land diese Großveranstaltung rund 80 Millionen US-Dollar über die nächsten fünf Jahre kosten, wobei die Rallye Dakar nur ein Teil eines saudischen Programms darstellt. Mit „Vision 2030“ möchte Kronprinz Mohammed bin Salman das Land unabhängiger vom Öl machen und eine gesellschaftliche Öffnung erreichen, zur dem auch das Sportprogramm gehört. Und die Rallye Dakar ist Teil dieses Programms. Von der ursprünglichen Rallye in das afrikanische Dakar aus dem Jahr 1978 ist so viel nicht geblieben. 2009 wurde die Rallye wegen terroristischer Drohungen nach Südamerika verlegt. Jetzt nun Saudi-Arabien – mit anderen Verhältnissen. „Die Dünen sind sehr tückisch und ganz anders als jene von Südamerika“, analysierte Nasser Al-Attiyah – Sieger des vergangenen Jahres – die Rallye. Stephane Peterhansel bestätigte das positive Umfeld und resümierte: „Diese Dakar war einfach großartig.“ Das Zuschaueraufkommen war für eine Rallye Dakar eher deutlich unterdurchschnittlich, sind dem Rallye- und Raid-Sport in Südamerika deutlich mehr Menschen verbunden. Dafür war die Ausfallquote bei den Fahrzeugen (62 der gestarteten 83 Fahrzeuge im Ziel) äußerst gering. Durch die umfangreiche Medienarbeit der Veranstalter allerdings wurde das Geschehen des Events in die ganze Welt gestreut – wie seitens des saudischen Königshauses gewünscht. Weiterhin ist auch für die großen Fahrer die große Geldeinnahme Dakar so gut wie versiegt. Selbst Sieger wie Sainz oderPeterhansel erhalten die Gelder von persönlichen Sponsoren und nicht mehr von den Herstellern selbst. So ist Carlos Sainz bei Red Bull unter Vertrag, Mini wird mit finanziellen Mitteln aus Bahrain versorgt, und auch Toyota regeneriert Gelder für die Einsätze. Millionengagen für einen Sieg seitens der Werke sind Vergangenheit.

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